Immobilie in Stralsund verkaufen: Die 6 entscheidenden Schritte
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Immobilie in Stralsund verkaufen: Die 6 entscheidenden Schritte

· MV-ImmoCenter

Warum ein strukturierter Verkauf in Stralsund sich auszahlt

Stralsund ist ein besonderer Immobilienmarkt: die UNESCO-Welterbe-Altstadt mit ihren historischen Giebelhäusern, gefragte Wohnlagen wie die Tribseer Vorstadt, die Frankenvorstadt oder Knieper und die Nähe zu Rügen und zur Ostsee. Käufer kommen längst nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland. Das ist eine Chance – aber nur, wenn Preis, Unterlagen und Präsentation stimmen. Wer ohne Plan in den Verkauf startet, verschenkt schnell Geld oder Zeit.

Schritt 1: Den Wert der Immobilie realistisch ermitteln

Der Angebotspreis ist die wichtigste Stellschraube des ganzen Verkaufs. Ist er zu hoch, bleibt die Immobilie lange im Netz, Interessenten werden misstrauisch und am Ende muss der Preis oft deutlich gesenkt werden. Ist er zu niedrig, verschenken Sie bares Geld.

In die Bewertung fließen unter anderem ein:

  • Lage: Stadtteil, Mikrolage, Infrastruktur, Nähe zu Wasser, Altstadt oder Bahnhof
  • Objekt: Wohnfläche, Grundstück, Baujahr, Zustand, Modernisierungen, Energieeffizienz
  • Markt: aktuelle Nachfrage und tatsächlich erzielte Verkaufspreise vergleichbarer Objekte
  • Besonderheiten: Denkmalschutz, vermietete Einheiten, Wohnrechte oder Baulasten

Einen ersten Richtwert erhalten Sie kostenlos und unverbindlich über unseren Online-Wertfinder. Für einen belastbaren Angebotspreis empfehlen wir zusätzlich eine Immobilienbewertung vor Ort – denn Zustand und Ausstattung lassen sich am besten persönlich einschätzen.

Schritt 2: Alle Unterlagen vollständig zusammenstellen

Fehlende Unterlagen sind einer der häufigsten Gründe, warum sich ein Verkauf verzögert. Käufer und vor allem deren Banken benötigen vollständige Informationen, bevor eine Finanzierung zugesagt wird. Typischerweise brauchen Sie:

  • aktuellen Grundbuchauszug und Flurkarte (Liegenschaftskarte)
  • Energieausweis – er muss Interessenten spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden
  • Baupläne, Baugenehmigung und Wohnflächenberechnung
  • Nachweise über Modernisierungen (z. B. Heizung, Dach, Fenster)
  • Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis
  • bei Eigentumswohnungen zusätzlich: Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen, Wirtschaftsplan, Hausgeldabrechnung und Höhe der Erhaltungsrücklage
  • bei vermieteten Objekten: Mietverträge und eine aktuelle Mieterliste

Gerade in der Stralsunder Altstadt kommen oft weitere Punkte hinzu, etwa denkmalrechtliche Auflagen oder Besonderheiten, wenn ein Grundstück in einem Sanierungsgebiet liegt. Diese Fragen sollten vor dem Verkaufsstart geklärt sein – nicht erst beim Notar.

Schritt 3: Die Immobilie ins richtige Licht rücken

Der erste Eindruck entsteht heute online. Nur wenige Sekunden entscheiden, ob ein Interessent ein Exposé öffnet oder weiterscrollt. Deshalb lohnt sich eine professionelle Präsentation:

Kleine Reparaturen wie tropfende Wasserhähne, lose Fußleisten oder ein verwilderter Garten sollten vor den Fotos erledigt werden. Größere Sanierungen vor dem Verkauf lohnen sich dagegen nur selten – das sollten Sie vorher gemeinsam mit einem Experten durchrechnen.

Schritt 4: Gezielt vermarkten – nicht nur auf Portalen

Ein aussagekräftiges Exposé mit allen wichtigen Informationen ist die Grundlage. Wichtig: Liegt ein Energieausweis vor, müssen bestimmte Angaben daraus bereits in der Immobilienanzeige stehen – etwa die Art des Ausweises, der Energiekennwert, der wesentliche Energieträger, das Baujahr und die Effizienzklasse. Fehlen sie, drohen Bußgelder.

Die großen Immobilienportale sind nur ein Baustein. Mindestens genauso wichtig sind vorgemerkte Suchkunden: Viele Käufer haben bei Maklern bereits ein Suchprofil hinterlegt und warten auf das passende Objekt. Bei uns werden viele Immobilien vermittelt, bevor sie überhaupt in den Portalen erscheinen – diskret und ohne lange Vermarktungszeit. Ein Blick auf unsere kürzlich vermittelten Immobilien zeigt, welche Objekte in Stralsund und Umgebung gefragt sind.

Schritt 5: Besichtigungen organisieren und Käufer prüfen

Besichtigungen kosten Zeit – und nicht jeder Interessent ist auch ein ernsthafter Käufer. Deshalb lohnt sich eine Vorauswahl:

  • Interessenten vorab telefonisch qualifizieren: Passt die Immobilie wirklich zu den Wünschen?
  • Besichtigungen bündeln, statt jeden Tag einzelne Termine anzubieten
  • Antworten auf typische Fragen vorbereiten: Heizkosten, Modernisierungen, Nachbarschaft, Bebauungsplan
  • vor dem Notartermin eine Finanzierungsbestätigung der Bank oder einen Eigenkapitalnachweis einholen

Gerade der letzte Punkt ist entscheidend: Ein Kaufvertrag, der platzt, weil die Finanzierung nicht steht, kostet Monate. Wer schon finanzierungsgeprüfte Käufer an den Tisch bringt, verkauft deutlich entspannter.

Schritt 6: Verhandeln, Notartermin und Übergabe

Liegt ein ernsthaftes Angebot vor, geht es in die Preisverhandlung. Bleiben Sie sachlich und kennen Sie Ihre Untergrenze – ein gut begründeter Angebotspreis aus Schritt 1 ist dabei Ihr stärkstes Argument.

Anschließend läuft der Verkauf in der Regel so ab:

  1. Der Notar erstellt den Entwurf des Kaufvertrags, den beide Seiten in Ruhe prüfen können.
  2. Beim Notartermin wird der Kaufvertrag beurkundet.
  3. Der Notar veranlasst die Auflassungsvormerkung im Grundbuch und holt notwendige Genehmigungen ein.
  4. Sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird der Kaufpreis fällig.
  5. Nach Zahlungseingang folgt die Übergabe mit Protokoll, Zählerständen und Schlüsseln.

Die Kosten für Notar und Grundbuch sowie die Grunderwerbsteuer – in Mecklenburg-Vorpommern 6,0 Prozent des Kaufpreises – trägt üblicherweise der Käufer.

Welche Kosten und Steuern kommen auf Verkäufer zu?

  • Maklerprovision: Bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen wird die Provision bei privaten Käufern in der Regel hälftig zwischen Verkäufer und Käufer geteilt. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Was kostet ein Makler beim Immobilienverkauf?
  • Spekulationssteuer: Verkaufen Sie eine Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf, kann der Gewinn steuerpflichtig sein – es sei denn, Sie haben sie selbst bewohnt. Hier sollten Sie vorab Ihren Steuerberater fragen.
  • Vorfälligkeitsentschädigung: Läuft noch ein Immobilienkredit, kann die Bank bei vorzeitiger Ablösung eine Entschädigung verlangen.
  • Unterlagen: Für Grundbuchauszug, Energieausweis oder Baulastenauskunft fallen meist kleinere Gebühren an.

Sie haben eine Immobilie geerbt und sind noch unsicher, ob Verkaufen oder Behalten die bessere Wahl ist? Unser Beitrag Geerbtes Haus: selbst verwalten oder verkaufen? hilft bei der Entscheidung.

Fazit: Gut vorbereitet verkauft es sich besser

Ein erfolgreicher Immobilienverkauf in Stralsund beginnt nicht mit der Anzeige, sondern mit einer realistischen Bewertung und vollständigen Unterlagen. Wer dann professionell präsentiert, gezielt vermarktet und nur geprüfte Käufer zum Notar bringt, verkauft schneller – und meist zu einem besseren Preis.

Als Immobilienmakler in Stralsund übernehmen wir für Sie alle Schritte – von der Bewertung über die Vermarktung bis zum Notartermin. Sprechen Sie uns an oder starten Sie direkt mit einer kostenlosen Immobilienbewertung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Immobilienverkauf in Stralsund?

Das hängt von Objekt, Lage und Preis ab. Mit realistischem Angebotspreis und vollständigen Unterlagen sind wenige Wochen bis einige Monate vom Verkaufsstart bis zum Notartermin üblich. Zwischen Notartermin und Kaufpreiszahlung vergehen meist noch einmal einige Wochen.

Brauche ich für den Verkauf einen Energieausweis?

Ja. Ein gültiger Energieausweis muss Interessenten spätestens bei der Besichtigung vorgelegt und dem Käufer übergeben werden. Ausnahmen gelten nur für wenige Fälle, etwa bestimmte Baudenkmäler – im Zweifel sollten Sie das vorab klären lassen.

Wer zahlt den Makler beim Hausverkauf?

Bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen teilen sich Verkäufer und privater Käufer die Maklerprovision in der Regel zu gleichen Teilen. Die genaue Höhe wird im Maklervertrag vereinbart.

Was kostet die Bewertung meiner Immobilie?

Beim MV-ImmoCenter ist die Ersteinschätzung über den Online-Wertfinder kostenlos und unverbindlich – Sie erhalten Ihre Preisspanne sofort per E-Mail. Für einen belastbaren Angebotspreis besprechen wir die Bewertung gern persönlich mit Ihnen vor Ort.

Muss ich Steuern auf den Verkaufserlös zahlen?

Steuern können anfallen, wenn Sie die Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf wieder verkaufen und sie nicht selbst bewohnt haben. Ob und in welcher Höhe, klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater.

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